zwischen meinen zeilen

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Montag, 7. Januar 2013

Neujahrs-Fragment


Der Teil der Partynacht des Jahres, der meist nicht erzählt wird: Die Heimfahrt. 

Wieder sitzt sie in dieser U-Bahn. Silvester. Mitten in der Nacht. In dieser Stadt ist es eine Ausnahme, dass die U-Bahn noch fährt, ist also recht leer. Ein paar Halbschlafende. Eine Gruppe Schwarzgekleideter, die sich ange- bis betrunken unterhalten. An sich stört sie das nicht, kommt sie doch gerade aus der gleichen Disco, doch die sind ihr zu laut jetzt. Und ihr iPod zu leise. 
Als sie umsteigt muss sie nur kurz warten, aber einige lautstarke Böller ertragen. Sie werden in der Nähe, im Verteilergeschoss geworfen. Und sie zuckt jedes Mal. Schlicht wegen der Lautstärke. Diese Menschen haben kein Interesse an der eigenen Unversehrtheit. Geschweige denn an der Anderer. Von wegen Grundrechte. 
Der anschließende Nachtbus ist dunkel, überraschend dunkel. Nur grünes Licht glimmt, Mitmenschen kann sie keine erkennen. Welches Konzept verfolgt der Busfahrer wohl damit? Die dummen Betrunkenen zu beruhigen, damit er in Ruhe fahren kann? Interessanterweise scheint es zu funktionieren, auf der ganzen Fahrt passiert gar nichts. Klar, man kann sich nicht anpöbeln, wenn man sich nicht sieht. Gut, dass sie auf ihrem Handy ein Buch liest. Auch eBooks müssen mal Vorteile haben. Und so besteht nicht die Gefahr, dass sie jemand anquatscht.
Auf Bus- oder ähnlichen Fahrten ist sie gern unsozial. Dann will sie einfach lesen oder Musik hören. Nicht reden, keinen Fremden-Smalltalk führen. Für sich sein. Besonders wenn sie müde ist.
Und das wird sie langsam. Ist auch schon spät. Die Kälte, die draußen schon wartet, macht es nicht besser. Die Abwesenheit des nächsten Busses, ihre Heimfahrt dauert nachts etwas länger und eines verfügbaren Taxis lassen die zwanzig Minuten zu einer kleinen Ewigkeit werden. Immerhin begrüßt sie im Bus dann eine arbeitende Heizung. 
So beginnt das neue Jahr wie es endete: Mit einer langen Fahrt öffentlicher Verkehrsmittel.



Sonntag, 16. Dezember 2012

Konsum_persönlichkeit(?)



Ich selbst, die Jugend, die Generation, die Gesellschaft. Alle fallen ihm zum Opfer: Dem Konsum. Ein kleiner, durchaus persönlicher Text.

Er ist immer da, will Aufmerksamkeit, bekommt sie, will, dass wir etwas kaufen. Immer, überall, jetzt sofort. Es heißt, die Kaufentscheidung wird unbewusst schon getroffen, danach erst sucht sich der Verstand Gründe dafür. Natürlich gute Gründe. Uh, ein Schal, eine Mütze und Stulpen. Alles in diesem trendigen Beerenrot. Oder wie die Farbe auch immer heißt. Will ich haben. Ist ja auch Winter. Da brauche ich was Warmes. Was Neues...

Nein, eigentlich kein Geld. Naja, mal Mama fragen. Ist ja kalt.


Und seit wann will ich was trendiges? Die Farbe gefällt mir eben, passt gut zu schwarz. Rationale Erklärung: Abgehakt. Bloß individuell bleiben. Aber dazugehören wäre vielleicht auch mal schön. Nur wie gehöre ich dazu und zeige gleichzeitig, dass ich keine dämliche Trend-Tussi bin? Wohl unmöglich.


Andererseits werde ich nur durch ein paar Teile in einer beliebten Farbe nicht cool. Dafür bleibt der Rest von mir zu merkwürdig. Hoffe ich. Sich komplett abzuheben geht heutzutage sowieso kaum noch. Und eigentlich, sagt ein Teil von mir, solltest du das gar nicht mehr brauchen, da drüber stehen und deinem Stil treu bleiben.

Dumm nur, dass man den erst mal finden muss. Und behalten.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Kamelot



Dieses Gedicht entstand für einen Wettbewerb, den die Band Kamelot veranstaltet hat. Leider habe ich damit nicht gewonnen, aber das Ergebnis finde ich trotzdem schön. Eindeutig inspiriert durch verschiedene Songs. 


Take me

Away
To the house on the hill
In the middle
Of loneliness

Somewhere in time

Eternity will be kind
And give to me
Oblivion

love is endless

Timeless
So is the pain
Hard to remember

You are gone

And always will be
Somewhere in time
I can‘t find you again

My sanctuary

Is oblivion
Nothing to remember.
And my heart
Can rest
In peace